Klassifizierung

Ausländische Führerscheine müssen nach geltendem EU-Recht nach spätestens sechs Monaten umgeschrieben werden um ihre Gültigkeit zu behalten. Die Umschreibung von Führerscheinen beinhaltet je nach Ausstellungsland des ausländischen Führerscheins eine Reihe von Behördengängen und Prüfungen. Da es keinen internationalen Standard für Führerschein bzw. Fahrzeugklassen gibt verlangen Führescheinstellen in Deutschland neben einer beglaubigten Übersetzung in einigen Fällen eine Klassifizierung des Führerscheins.

Was bedeutet Klassifizierung?

Klassifizierung hat die Aufgabe, Äquivalenzen (Gleichwertigkeiten) zwischen zwei unterschiedlich benannten Führerscheinklassen zu definieren. In der EU gibt es seit 2013 einheitliche Klassen. Wenn Sie den PKW Führerschein besitzen, steht in Ihrem Führerschein Führerscheinklasse B. Dies berechtigt Sie zum Fahren eines Fahrzeugs mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. 

Außerhalb der europäischen Union werden Führerscheinklassen jedoch nicht mit A, A1, A2, C, CE, B, BE usw. bezeichnet sondern mit Ziffern oder anderen Zahlen-Ziffernkombinationen. Zudem variieren die Fahrerlaubnisse zulässigen Gewicht des Fahrzeugs oder dem Alter des Führerscheininhabers. Um EU-Führerscheinklassen mit ausländischen Führerscheinen adäquat vergleichen und bestimmen zu können, ist eine Klassifizierung nötig.

Der Begriff Klassifizierung wird auch im Zusammenhang mit den alten und neuen Führerscheinklassen verwendet. Die Klassen B, BE, C1 und C1E (mit Anhänger) hießen beispielsweise Klasse 3. 

Benötige ich eine Klassifizierung meiner Fahrerlaubnis?

Ob die Klassifizierung benötigt wird hängt davon ab, wo und in welcher Sprache Ihr Führerschein ausgestellt wurde und wo Sie die Umschreibung beantragen. Bei englischsprachigen Führerscheinen verzichten die Führerscheinstellen oftmals auf Klassifizierungen, da diese aufgrund der hohen Anzahl an Umschreibungen bekannt sind. Folgende Faustregel lässt sich anwenden: Je exotischer das Ausstellungsland, desto eher verlangt die Behörde eine Klassifizierung. 

Die Anzahl der Umschreibungen hängt auch davon ab, welche Zuwanderer in eine bestimmte Region kommen. Im Süddeutschen Raum werden beispielsweise mehr türkische und arabische Führerscheine umgeschrieben als russische. Letzlich entscheidet der Beamte in der Fahrerlaubnisbehörde, ob Sie zur beglaubigten Übersetzung Ihres Führerscheins eine zusätzliche Klassifizierung benötigen.

Gehen Sie auf Nummer sicher und fragen Sie bei Ihrer zuständigen Führerscheinstelle nach, bevor Sie die Übersetzung in Auftrag geben. Hier finden Sie Ihre zuständige Behörde.

Wo erhalte ich die Klassifizierung meines Führerscheins?

Klassifizierungen von Führerscheinen werden in der Regel nur noch bei übersetzten Führerscheinen aus Nicht-EU-Ländern vorgenommen. Meist entscheiden sich Umschreiber, eine beglaubigte Übersetzung inkl. Klassifizierung in Auftrag zu geben. Es gibt aktuell nur wenige Stellen, die Klassifizierungen anbieten. Bei lingoking erhalten Sie beglaubigte Übersetzungen inkl. Klassifizierung in allen Sprachen. Und das innerhalb weniger Tage. Ein Scan oder Foto der Führerscheins genügt. Hier können Sie Ihren Führerschein übersetzen und klassifizieren lassen.

Weitere Anbieter sind anerkannte Automobilclubs, wie z.B. ADAC, AvD oder ACE Autoclub. Beim ADAC müssen Sie Ihren Originalführerschein bei einer Niederlassung abgeben. Die Wartezeit beträgt je nach Ausstellungsland und -sprache bis zu 3 Wochen. 

 

 

Berechnen Sie den Preis für die Übersetzung und Klassifizierung Ihres Führerscheins.


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