Türkisch Dolmetscher

Informationen zur türkischen Sprache

1961: Der Startschuss für die Nachfrage nach Türkisch Dolmetschern in Deutschland
Es ist ein recht sperriger Ausdruck, auf den man stößt, wenn man den Startpunkt der engen Beziehung zwischen der Türkei und Deutschland determinieren möchte. „Vermittlung von türkischen Arbeitnehmern nach der Bundesrepublik Deutschland“ nannte das Auswärtige Amt im Oktober 1961 ein zweiseitiges Dokument, das das Einreisen türkischer Gastarbeiter einläutete. Es sollte Deutschland sozialstrukturell und sprachlich so sehr verändern, wie es wohl kein anderer Beschluss je schaffen sollte. Über 2,5 Millionen Menschen aus der Türkei bewarben sich bis 1973 um eine mit Arbeitserlaubnis verbundene Ausreise nach Deutschland. Nur jeder Vierte durfte diese Reise dann tatsächlich antreten. Heute gehören Deutschland und die Türkei, und natürlich auch deren Bevölkerungen, einfach zusammen. Mitnichten beschränkt sich diese Verbundenheit auf die deutsche Vorliebe für eine am Spieß gebratene Imbiss-Spezialität und die türkische Begeisterung für Fahrzeuge, deren Markenzeichen die bayerischen Landesfarben trägt. Die Verbindung zwischen der Türkei und Deutschland hat immensen kulturellen und wirtschaftlichen Charakter, der die Einbindung von Türkisch Dolmetschern unabdingbar macht.

Türkisch DolmetscherAber was für eine Sprache ist es überhaupt, die ein türkischer Dolmetscher so hervorragend beherrscht? Türkisch zählt, im Gegensatz zur deutschen Sprache, nicht zur indogermanischen Sprachfamilie. Es ist Mitglied der sogenannten Turksprachen. Zu dieser Sprachfamilie zählen knapp 40 Sprachen, wobei Türkisch mit etwa 60 Millionen Sprechern die zahlenmäßig wichtigste Sprache darstellt (es folgen Aserbaidschanisch mit 30 Millionen Sprechern und Usbekisch mit 24 Millionen Sprechern). Es ist keine Überraschung, dass türkische und deutsche Begriffe daher selten ähnlich klingen. Das deutsche Substantiv „Erde“ heißt auf Türkisch „toprak“, für die Farbe „Blau“ benutzt man in der Türkei das Wort „gök“. Umgekehrt sind die Ähnlichkeiten zwischen den Turksprachen natürlich groß. In Aserbaidschan lautet die Bezeichnung für das türkische Substantiv „toprak“ nämlich „torpaq“, in Usbekistan verwendet man „tuproq“. Ein Türkisch Dolmetscher spricht daher nicht selten andere Turksprachen fließend.

Prägnant für das Türkische ist der sogenannte agglutinierende Sprachbau. Das bedeutet, dass die grammatische Funktion dadurch signalisiert wird, dass Affixe an die Wörter gehangen werden. Soll also beispielsweise ein bestimmter Kasus hergestellt werden, verändert sich dadurch der hintere Teil eines Wortes. Gleiches gilt auch dann, wenn sich die Zeit (Tempus) oder die Anzahl der Personen ändert. Die türkische Sprache kennt 29 Buchstaben, von denen einige im Deutschen nicht existieren. Das betrifft zum Beispiel das „ç“, welches ausgesprochen wird wie das deutsche „tsch“ im Wort „Klatsche“ sowie das „ş“, das sich wie das „sch“ in „Schauer“ anhört. Skurril: Die Buchstaben q, w und x gibt es im türkischen Alphabet nicht.

Einsatzgebiete eines Türkisch Dolmetschers

Sommerliche Temperaturen, eine orientalisch angehauchte Küche mit vielen Gewürzen und traumhafte Strände – diese Mixtur ist für einen Zulauf von Urlaubern geradezu vorprogrammiert. Dementsprechend haben Türkisch Dolmetscher in dieser Branche alle Hände voll zu tun. Wie die Zeitung „Deutsch Türkische Nachrichten“ berichtet, rangierte die Türkei unter den weltweit beliebtesten Reiseländern 2013 auf Rang sechs. Insgesamt 36 Millionen Ankünfte wurden von Touristen verzeichnet. Dass dieser Zulauf wirtschaftlich von enormer Bedeutung ist, machen die 26 Milliarden US-Dollar deutlich, die der Tourismus im besagten Jahr in die Kassen der Türkei spülte. Dolmetscher für Türkisch begleiten zum Beispiel deutsche Reisegruppen, damit sie sich am traumhaften Urlaubsparadies besser zurechtzufinden können und der Dolmetscher jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Selbstredend ist ein Türkisch Dolmetscher – sei es nun in Deutschland oder auch im türkischsprachigen Ausland – ebenfalls extrem gefragt, wenn beispielsweise Behördengänge oder Gerichtstermine anstehen.

In den 1960ern setzte die massive Bewegung von türkischen Arbeitern nach Deutschland ein – schon viel früher installierten deutsche Traditionsunternehmen Niederlassungen in der Türkei. Innerhalb dieses Rahmens sind die sprachlichen Fähigkeiten von Türkisch Dolmetschern stark gefragt, um einerseits geschäftliche Kontakte aufrecht zu erhalten als auch neue Wirtschaftspartner anzuwerben. Wer geschäftlich in der Türkei Fuß fassen möchte, wandelt auf traditionellen Spuren der ganz Großen: 1856 ließ Siemens in Istanbul das erste Telegraphenamt errichten. 1910 entschloss sich Bosch dazu, in der Hauptstadt eine eigene Niederlassung zu gründen. Und an der Finanzierung des Baus der weltbekannten „Bagdad-Bahn“ war Anfang des 20. Jahrhunderts die Deutsche Bank maßgeblich beteiligt. Heute akkumuliert sich laut dem Handelsblatt das deutsch-türkische Handelsvolumen auf starke 33 Milliarden Euro. Türkische Dolmetscher finden daher in den Sparten des Exports und Imports diverser Güter zahlreiche Aufträge. Das Potenzial wird dadurch umso größer, dass mittlerweile nicht nur die ganz großen deutschen Firmen auf dem türkischen Markt vertreten sind, sondern auch immer mehr Mittelständler. Denn die Konsumkraft der türkischen Bevölkerung stieg in den letzten Jahren dank des Wirtschaftswachstums rasant. Die Türken gönnen sich nun durchaus Hifi-Geräte und importierte Luxus-Lebensmittel – das ist die Chance für deutsche Unternehmen und Türkisch Dolmetscher.
Durch die blühende Wirtschaft haben aber nicht nur die türkischen Bürger mehr Geld in ihren privaten Kassen. Zugleich steigert sich auch die Zahl der Waren, die von der Türkei in die ganze Welt distribuiert werden. Laut DTJ-Online (Deutsch Türkisches Journal) potenzierte sich die Zahl der exportierten türkischen Güter in den ersten drei Monaten 2014 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent. Drei Branchen heben sich bezüglich der türkischen Exporte hervor. Erstens ist das Land ein beliebter Standort für die Herstellung von Automobilen und Kfz-Komponenten. Laut der IHK Ulm sind in der Türkei circa 4000 Unternehmen in dieser Sparte aktiv. Branchen-Riesen wie Honda, Hyundai und Ford haben eigene Produktionsstandorte, Mercedes-Benz baut in der Türkei vor allen Dingen schwere Lkws und Busse. Insgesamt verbucht der Automobilsektor stolze 2,1 Milliarden US-Dollar des gesamten türkischen Exportumfangs. Zweite wichtige Exportsparte ist die Textilindustrie mit 1,6 Milliarden US-Dollar Exportanteil. Ferner ist die Ausfuhr von Lebens- und Genussmitteln ein wichtiges Standbein der türkischen Wirtschaft. Fleisch- und Fischprodukte aus der Türkei sind auf der ganzen Welt begehrt, nicht zuletzt deshalb, weil viele türkische Auswanderer in ihrer neuen Heimat landestypische Gerichte in Restaurants/Imbissbuden anbieten. Nicht minder begehrt ist darüber hinaus türkisches Obst und Gemüse. Zudem erfreuen sich Tabakwaren aus der Türkei weltweit einer großen Beliebtheit. Wie sehr Dolmetscher für Türkisch bei geschäftlichen Kollaborationen zwischen deutschen und türkischen Unternehmen gebraucht werden, verdeutlicht eine Angabe des Auswärtigen Amtes. 75.000 Unternehmer mit türkischen Wurzeln sind in Deutschland aktiv und beschäftigen weitere 370.000 Mitarbeiter. Es ist die logische Konsequenz, dass sich diese Unternehmer gerne ihrer Kontakte zu türkischen Unternehmen bedienen und bei der Anwerbung von Personal aus ihrem Heimatland auf die Unterstützung von Türkisch Dolmetschern bauen.

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